Auf das Frhstck, fertig, los!
So funktioniert das Gehirn
Die eigentlichen Orte des Lernens sind die ca. 100 Milliarden Neuronen unseres Gehirns, die über lange Fortsätze die Reize weiterleiten und durch Querverbindungen untereinander ein Kabelnetzwerk von mehreren 100.000 Kilometern erschaffen.

Das Nervennetzwerk ist jedoch nicht starr, sondern wird ständig umgebaut:
Neue Verbindungen werden geknüpft, alte werden wieder aufgelöst. Diese Umbaumaßnahmen sind die Grundlage des Lernens und verbrauchen viel Energie. Der Treibstoff für das Gehirn ist Traubenzucker (Glucose).

Der Verbrauch an Zucker, den das Gehirn in der Funktion als Hochleistungszentrum und Schaltzentrale benötigt, liegt in der Wachphase bei Zweijährigen auf dem Niveau eines Erwachsenen, bei Drei- bis Achtjährigen sogar darüber.
Dies verdeutlicht, wie wichtig ein ausgewogenes Frühstück und eine regelmäßige Energiezufuhr im Kindesalter sind.

Vorsicht: Zucker ist jedoch nicht gleich Zucker!

Traubenzucker steht für schnell zugängliche Energie, die jedoch nicht lange anhält. Es ist ein Irrglaube, dass eine gute Portion Traubenzucker am Morgen dem Kind die Klassenarbeit erleichtert.
Im Gegenteil: Der Blutzuckerspiegel wird hochgejagt und fällt dann gleich wieder ab. Das Resultat ist Müdigkeit.

Viel wertvoller ist die Energie, die der Körper aus Kohlenhydraten gewinnen kann.
Diese bestehen aus Traubenzucker-Molekülen, die kettenartig miteinander verbunden sind. Das Aufbrechen der Kette und das Freisetzen des Zuckers benötigt jedoch Zeit und liefert somit konstant und regelmäßig Energie. Kohlehydrate sind vor allem in Brot und Getreideprodukten, aber auch in Obst vorhanden. Eine Alternative zum reinen Traubenzucker sind z.B. Trockenfrüchte.