Auf das Frhstck, fertig, los!
Hintergründe
Was ist los, morgens halb sieben in Deutschland?
Alles Mögliche, aber kein Frühstück. Denn laut den Ergebnissen einer Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund (FKE)1 geht ein Drittel aller sechs- bis 14-Jährigen mit leerem Magen in die Schule, in sozial schwachen Familien sogar die Hälfte aller Kinder.

Und damit nicht genug: Nur jedes zweite Kind hat ein Pausenbrot dabei. Da fragt man sich doch, wie die Kinder den hohen Anforderungen der Schule und des Alltags gewachsen sein sollen.

Wer morgens nichts im Magen hat, bekommt spätestens in der ersten großen Pause einen Mordshunger und stopft das Essen nur so in sich hinein. Am liebsten Fast-Food, Schokoriegel und Cola.
Das Resultat hat jetzt die jüngst veröffentlichte KIGGS-Studie2 gezeigt:
Jedes fünfte Kind ist übergewichtig, mit steigender Tendenz.

Was jedoch die wenigsten wissen: Diese Kinder sind trotzdem unterernährt, weil sie vom Falschen zuviel und vom Guten zu wenig essen.
Denn Vitamine und essentielle Spurenelemente sucht man in Fertigprodukten vergeblich.
Quellen:
1. Kersting M et al. (1995). Mahlzeiten, Lebensmittelverzehr und Nährstoffzufuhr von Schülern bei Ganztagsunterricht. Ernährungsforschung, 145-154
2. KIGGS, die neueste Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch Institutes mit 17.641 Teilnehmern im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.